© Grundschule Löwenherz Wedtlenstedt
 
Präventionskonzept

   Inhaltsverzeichnis

1. Warum Gewaltprävention?

2. Unsere Zielsetzung

3. Angestrebte Kompetenzen

4. Bereiche der Gewaltprävention

4.1.  Leitbild

4.2.  Schulordnung mit Elternbrief

4.3.  Klassenregeln

4.4.  Unterrichtsbezogene Prävention

4.5.  Entwicklung einer Konfliktkultur

4.6.  Sozialklima

4.7.  Schule als Lebensraum

5. Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

6. Evaluation





 

1.Warum Gewaltprävention?

In der heutigen Gesellschaft sind Kinder unterschiedlichen Formen von Gewalt ausgesetzt (körperliche Gewalt, mediale Gewalt, psychischer und verbaler Gewalt oder struktureller Gewalt). Oftmals sind Kinder nicht in der Lage sich gegen Gewalt zu wehren, geschweige denn die Ursachen dieser Gewalt zu erkennen oder zu beeinflussen.

Wir als Schule sind verpflichtet, in diesem äußerst sensiblen Bereich Prävention, Maßnahmen zu entwickeln um die Kinder vor Gefahren zu schützen.

Verbale Grenzüberschreitungen, Ausgrenzung, Drohungen oder körperliche Gewalt gefährden nicht nur die Grundlage des Zusammenlebens in der Schule, sondern stellen auch einen Lernerfolg in Frage. Nur in einem angstfreien Klima verbunden mit gegenseitiger Akzeptanz und dem Wohlbefinden jedes Einzelnen kann Lernen erfolgreich sein.


2.Unsere Zielsetzung    

Mit unseren präventiven Maßnahmen wollen wir erreichen, dass die Kinder in ihrer Ich-Stärke und ihrem Selbstbewusstsein gefördert werden. Unsere Schüler sollen eine Konfliktkompetenz erwerben, die sie zu einer gewaltfreien Kommunikation und einem respektvollen Miteinander befähigen.


3.Angestrebte Kompetenzen

Die Schüler/Innen sollen….

freundlich miteinander umgehen.

sich zunehmend in der Selbst- und Fremdwahrnehmung üben.

sich in andere hineinversetzen und deren Gefühle, Meinungen und Ansichten beachten und respektieren können.

  

4. Bereiche der Gewaltprävention

Wir wollen eine gewaltfreie Schule, in der sich jeder wohl fühlt und alle erfolgreich lernen können. Wir stärken das Selbstwertgefühl der Schüler (siehe 4.1.), leiten sie aber auch an, sich an vereinbarte Regeln zu halten.

Regeln und Grenzen sind wichtig für Kinder und garantieren ein friedvolles Miteinander. In unserer Schulordnung sind die Regeln des Schulalltags fest- geschrieben.

In allen Klassen gelten verbindliche Klassenregeln (siehe 4.3.). Auf die Einhaltung der Regeln wird konsequent geachtet. Bei beobachteten oder mitgeteilten Gewaltsituationen greifen wir situationsgerecht ein.

4.1. Leitbild

      Siehe unter Menüpunkt Schulprofil, Unser Leitbild

4.2. Schulordnung

      wird demnöchst unter Menüpunkt Schulleben einzusehen sein

4.3. Klassenregeln

      wird demnöchst unter Menüpunkt Schulleben einzusehen sein

4.4. Unterrichtsbezogene Prävention

Für das Erreichen der genannten Ziele und Kompetenzen ist es unerlässlich, dass Elemente der Gewaltprävention in verschiedenen Formen auch in der täglichen Unterrichtsarbeit berücksichtigt werden.

-         Unterrichtsformen (schülerorientierter Unterricht, individualisierte Lernformen, eine Vielzahl von Lernorten und Lernumgebungen, siehe auch Methodenkonzept)

-         Soziales Kompetenztraining (Projektarbeit, Gruppenarbeit, Rollenspiel, Klassenrat)

-         Bewegung im Unterricht (Rituale, Bewegungsspiele, Lieder und offene Unterrichtsformen, Laufdiktat)

-         Gesprächs- und Reflexionskultur (Klassenrat, Schülerversammlung, Erzählkreis, Gesprächsregeln, LeNi-Bögen)

-         Rituale (Geburtstag feiern, Klassendienste, Morgenkreis, jahreszeitliche Feste feiern)

-         Stille- und Entspannungsübungen (Traumreise, Bewegungspausen, Gehirnjogging)

-        Gewalt und Konflikt als Unterrichtsthema (Lektüre im Deutschunterricht, Klassenrat, Versöhnungsrituale)

-         Selbstbehauptungstraining (4.Klasse in Zusammenarbeit mit der Polizei Vechelde)


4.5. Entwicklung einer Konfliktstruktur

Konflikte sind Bestandteile des alltäglichen Lebens. Wir wollen den Kindern vermitteln, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, diese einvernehmlich zu lösen.

Klassenrat, Die gute Tat, Versöhnungsrituale, Vier-Augengespräche, Die rote Karte, der Wutstuhl sind Möglichkeiten mit denen Konflikte an unserer Schule gelöst werden. Dabei wählt jeder Klassenlehrer individuell geeignete Methoden für seine Klasse aus.

Für das Schuljahr 2011/2012 wird das Trainingsprogramm „Prosoziales Lernen“ verbindlich für alle Klassen eingeführt (siehe Stundentafel). Jeder Klassenlehrer erhält wöchentlich eine soziale Stunde, um eine Konfliktkultur in der Klasse zu etablieren. Geplant ist ebenfalls die einheitliche Einführung des Klassenrates. Die Schüler erhalten so die Möglichkeit, ihre Gefühle zu äußern, sich eine Meinung zu bilden und ihren Standpunkt zu vertreten. Auch lernen sie ihre Mitschüler zu respektieren, Kompromisse einzugehen und Konflikte zu lösen.

  

4.6. Sozialklima


Wir geben unserer Schule durch gemeinsames Handeln Stärke und Vielfalt. Die Mitwirkung aller Schüler und Eltern wird gewünscht und ermöglicht (siehe Leitbild).

So sollen nachstehende Maßnahmen ein positives Sozialklima aufbauen und bewahren.

Patenprinzip

Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden zwischen den Schülern der 4.Klassen und den Erstklässlern Patenschaften vereinbart. Die Viertklässler begrüßen die Erstklässler mit einem Theaterstück am Einschulungstag. In den ersten Schulwochen sorgen sie dafür, dass die Schulanfänger sich wohlfühlen und sich orientieren lernen. Sie sind aufgefordert, ihre Patenkinder bei Problemen (z.B. Schulweg) zu unterstützen. Während des ganzen Schuljahres können gemeinsame Aktivitäten der Patenklassen stattfinden. Auf diese Weise profitieren die Erstklässler von ihren Paten und die Paten können in der Fürsorge für ihre Patenkinder soziale Kompetenzen erlangen.

Klassenklima

Leitgedanken, die ein gutes Klassenklima schaffen:

 -  Miteinander, statt gegeneinander (siehe Leitbild)
 - Gruppenzusammenhalt fördern (Klassenfahrten, Ausflüge)
 - jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit akzeptieren und wertschätzen
 - soziale Bindungen stärken

Schulklima

An unserer Schule werden Traditionen gepflegt. Dabei achten wird auf einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander (siehe Leitbild). Um die Schulgemeinschaft und die Zugehörigkeit jedes Einzelnen zu ihr zu stärken, finden folgende Veranstaltungen statt

-         „Vorhang auf“

Alle Klassen kommen in der Pausenhalle zusammen und präsentieren sich und ggf. Eltern und Interessierten Ergebnisse aus dem Unterricht. Hier besteht auch die Möglichkeit der Ehrung und Darstellung von außerschulischen Erfolgen und Fähigkeiten.

-         Wettbewerbe

Die Teilnahme an regionalen Lern- und Sportwettbewerben dient der Förderung von Schülern mit besonderen Fähigkeiten (siehe Schulprogramm/Maßnahmenplan).

-         Gemeinsame Schulveranstaltungen

Schulfeste, Weihnachtsfeiern, Projekttage, Verabschiedung der 4.Klassen, Laternenumzug und Jätetag unsere Schulaktivitäten, die das Gemeinschaftsgefühl und die Zugehörigkeit zur Schule stärken. Nach außen wird das sichtbar durch das Tragen des Schul-T-Shirts, das der Förderverein den Erstklässlern zur Einschulung schenkt.

-         Mitwirkung der Schüler

Die Schülerversammlung ist das Forum der Schüler. Dort können sie ihren eigenen Wünsche, Ideen und Interessen verbalisieren und demokratisch umsetzen. Zwei Schulsprecher, die von allen Klassensprechern gewählt werden, repräsentieren die Schule nach außen und übernehmen Schulaufgaben (z.B. Durchführung der Veranstaltung „Vorhang auf“).


4.7. Schule als Lebensraum

Schulhaus und Schulhof sind so gestaltet, dass sie den Bedürfnissen der Kinder nach Freiraum und Bewegung sowie nach Ruhe und Geborgenheit gerecht werden. Unser Projekt „Bauen statt hauen“ ermöglicht in den Pausen eine sinnvolle Beschäftigung. Unsere vielfältigen Spiel- und Bewegungsangebote (Hangelsteg, Reckstange, Tischtennisplatte, Kletterbaum, Fußballfeld, Spielkiste usw.) werden dem großen Bewegungsdrang der Kinder gerecht und schaffen einen Ausgleich zum Unterricht. Auch Spannungen und Aggressionen werden so abgeleitet.

Unser Schulgebäude wird den Anlässen und Jahreszeiten gemäß mit Schülerarbeiten geschmückt.

Sicheres Rad- und Rollerfahren ist heute unumgänglich für die Mobilität von Kindern und gehört zum Fächerkanon im Sachunterricht. Neben der Beherrschung der Fahrgeschicklichkeit wird die Achtsamkeit im Verkehr, die Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer wie auch die Einschätzung von Gefahrenquellen entwickelt und trainiert. Bis auf den 1. Schuljahrgang nehmen alle Kinder an dem jährlichen ADAC Fahrradturnier teil (2.Jahrgang mit dem Roller). Im 4. Schuljahr wird die Radfahrprüfung durchgeführt, die sowohl der Sicherheit der Kinder im Verkehr als auch ihrer Gesunderhaltung dient.


5. Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

Wir kooperieren mit den ortsansässigen Sportvereinen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen. Die Öffnung der Schule nach außen sowie die Einbindung in das soziale Gemeinwesen und die Beteiligung und Übernahme von Verantwortung wirken sich im Sinne einer Gewaltprävention sehr positiv aus.

-         weihnachtliche Vorführungen bei den Seniorenkreisen Wedtlenstedt und Denstorf

-         Teilnahme an Festen und Veranstaltungen der Gemeinde Vechelde

-         in der Kirche findet für alle Kinder ein Teil der Einschulungsfeier statt

-        die Polizei Vechelde führt im Zweijahresrhythmus einen Selbstbehauptungskurs durch

-         das DRK bietet Kurse für Sofortmaßnahmen am Unfallort an

-         die Freiwillige Feuerwehr begleitet auf Wunsch Laternenumzüge und informiert in den Klassen über ihre Arbeit

-         Durchführung eines Probe-Feueralarms

-         Sportangebote (Tennis, Tanz, Fußball, Judo)

-        durch das Angebot  verschiedener Arbeitsgemeinschaften haben die Kinder Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung



6. Evaluation

In einer Dienstbesprechung zu Schuljahresbeginn berät das Kollegium alle 2 Jahre über das Präventionskonzept. Besteht Änderungsbedarf, wird das Konzept gemeinsam den aktuellen Anforderungen angepasst.